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Sie haben Bildchen gesagt, das würde ich niemals sagen. Ich spreche immer von Bildern. Ich nehme Ihnen das nicht übel. Das ist gängiger Sprachgebrauch, das kommt aus den Wissenschaften, das hat sehr tiefe philosophische Gründe. Es gab insbesondere in diesem Jahrhundert in der Mathematik und auch darüber hinaus eine Unterschätzung des Bildes. Das liegt daran, daß wir in der Mathematik ein Jahrhundert der Algebraisierung hinter uns haben, in dem das Verlassen auf das, was man im Augenschein vor sich hat, immer weiter zurückgedrängt und im Grunde als wissenschaftlich sehr zweifelhafte Methode betrachtet worden ist. Die Mandelbrot-Menge zeigt, daß es in der Mathematik Phänomene gibt, die von größter Bedeutung und ohne die Visualisierung überhaupt nicht zugänglich sind oder uns überhaupt bekannt wären. Was die Mandelbrot-Menge ausdrückt, wäre ohne die Visualisierung nicht in unserem Bewußtsein. Erst durch sie ist die Existenz dieses Objekts entdeckt worden, und damit sind auch all die mathematischen Fragen, die dann zum Teil auch wieder ohne jede Visualisierung behandelt werden können, in die Mathematik hineingekommen. Die Mandelbrot-Menge ist ein Zeugnis dafür, wie Mathematik durch Visualisierung von neuen Fragen befruchtet wird und wie dann im Zusammenspiel mit traditioneller mathematischer Arbeit wieder neue Fragen entstehen. Zum Thema:
Olga Carol Rama
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Deshalb ist in die Mathematik das,
was wir sehen, was wir ganzheülich
erfassen, wiedergekehrt, denn die
Komplexität von Strukturen können
wir oft besser durch unseren
visuellen Sinn beurteilen, wenn Worte oder
Sequenzen von Zahlen nicht ausreichen. Zum Thema: Jean Charles Blai |
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