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thema: Lichtenberg |
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Berlin, 19.05.2007 von Markus Sieverding |
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In einem ganz strengen Sinn können wir das nicht beantworten. Was Lichtenberg gemeint hat, wissen wir nicht. Ich habe dieses Zitat verwendet, weil es mir sehr gut zu diesem sehr eigenartigen Phänomen zu passen schien, das bis in die letzten Jahre unser allgemeines Gefühl war, nämlich daß naturwissenschaftliche Erkenntnis letztlich darauf hinausliefe, immer mehr den Zufall zurückzudrängen und immer mehr deterministische Gesetze zu entdecken. Diese Entwicklung scheint jetzt plötzlich umzuschlagen. Zum Thema: Gego
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Berlin, 20.05.2007 von Bernhard Freihaus |
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Die Naturwissenschaftler entdecken jetzt überall deterministisches Chaos und bestätigen so in gewisser Weise wieder die Gültigkeit des Zufalls. Das sollte mit diesem Zitat untermalt werden. Es könnte aber auch tatsächlich so sein, daß Lichtenberg in diese Richtung gedacht hat, denn in seinen Sudelbüchern gibt es ganz merkwürdige Brocken von Einsichten, in denen er in wesentlichen Teilen die Metaphern der Chaostheorie vorausgesehen hat. Er spricht auf seine Art beispielsweise vom Schmetterlingseffekt. Sie kennen sicher die schöne Metapher von Ed Lorenz, einem der großen Väter der Chaostheorie, der einmal sagte, daß im Extremfall der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Wirbelsturm in Boston auslösen kann. Zum Thema: Franz Gertsch
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Berlin, 21.05.2007 |
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Lichtenberg hat ein ähnliches Phänomen beschrieben. Er hat den Flügelschlag eines Schmetterlings mit dem Funken in Zusammenhang gebracht, der ein Feuer auslösen kann. Es gibt bei Lichtenberg viele Spuren, die zeigen, daß er ganz intuitiv verstanden hat, daß es in der Natur das Moment des Chaos, des deterministischen Zufalls, gibt.
Zum Thema: Annelies Strba
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Berlin, 23.05.2007 von B. Freihaus |
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Wir sprachen vorhin von der Meßgenauigkeit. Nun scheint - ähnlich wie in der Relativitätstheorie oder der Quantentheorie - die Operation des Beobachters eine Rolle in der Chaostheorie zu spielen. Die Beobachtung geht in die Ergebnisse ein. Wäre die Chaostheorie hinsichtlich der Beobachterrelativität nichteine Ergänzung oder Fortschreibung der großen physikalischen Theorien zu Beginn dieses Jahrhunderts? Zum Thema: Roger Ballen
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"Lichtenberg" |
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