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Dasselbe gilt für den Begriff der Komplexität. Bislang wurde Komplexität an der Beobachtung des Systems festgemacht und diese Beobachtung komplexer Phänomene mit einer Komplexität in der Ursache gleichgesetzt, also daß viele Agenten miteinander in Wechselwirkung stehen. Die Chaostheorie hat gezeigt, daß dies nicht so sein muß. Es gibt Komplexität, die ganz einfache Ursachen hat, und es gibt natürlich auch Komplexität, die ein sehr kompliziertes Netzwerk von zusammenspielenden Agenten zur Ursache hat. Die Chaostheorie hat nach dieser Ausdifferenzierung auch Methoden und Beurteilungskriterien geliefert, mit denen man messen und prüfen kann, wie komplex die Ursache eines komplexen Systems ist. Zum Thema: Allen Jones
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Die Vorhersagbarkeit des Verhaltens eines Systems hängt also damit zusammen, inwieweit es berechenbar ist. Der Computer hat für das Sich-Durchsetzen der Chaostheorie eine wichtige Rolle gespielt, weil man mit ihm in kurzer Zeit riesige Zahlenkolonnen durchrechnen kann, aber gleichzeitig wurde deutlich, daß der Computer immer nur endliche Zahlenwerte berechnen kann und daß die Genauigkeit von Ergebnissen auch davon abhängt, welche Ausgangsdaten man einspeist. Wenn man nun einmal davon ausgeht, es gäbe einen Supercomputer, der in endlicher Zeit sehr, sehr viele, ganz exakt gemessene Randbedingungen eines Systems berechnen kann, wäre dann die Chaostheorie erledigt, oder gibt es prinzipielle Grenzen der Berechenbarkeit, die kein Computer jemals überschreiten können wird, so daß komplexe Systeme für uns immer unprognosti-zierbar bleiben werden? Zum Thema: Claude Cahun
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