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Der Funktionalismus, der beim Chip-Design vorherrscht, ist ja auf Anwendung ausgerichtet, die Ästhetik ist nur einem Objekt eigen, das dann zu irgendetwas eingesetzt wird. So hat auch der Konstruktivismus nicht nur Bilder gemacht, sondern auch Architekturen, in denen sich die Menschen dann bewegen müssen, wobei die Ästhetik des Visuellen gleichzeitig auch zu einer wird, die Lebensweisen kanalisiert. Dasselbe ließe sich auch für die Mathematik sagen.
Es werden Strukturen entwickelt, die dann in Form von Techniken und Maschinen, von Architekturen und vielleicht auch von gentechnisch klonierten Lebewesen objektiviert werden, mit denen wir zu leben haben. Dann geht es nicht mehr nur um Bilder, seien es solche der konstruktivistischen Kunst oder von Chips, die wir betrachten können, sondern darum, daß wir in ihnen und mit ihnen leben müssen.
Das Problem derfunktionalistischen oder konstruktivistischen Architektur war doch auch, daß es sich in ihr nicht gut leben läßt, weswegen dann der Aufstand der Postmoderne erfolgte. Zum Thema: Marcus Geiger und Stephen Dean
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