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Dabei aber tritt doch eine Ästhetik anderer Ordnung in Kraft. Die elementare Ästhetik, d.h. die der Analyse und der Reduktion, geht über in eine der Anwendung oder der Produktion, die zwar auf ersterer basiert, aber, ähnlich dem Verhältnis vom Geno- und Phänotypus, sich von ihr unterscheidet. Synthese heißt ja, daß sich aus der Abstraktion, aus der Reduzierung der phänomenalen Welt in Grundformen des künstlerischen Konstruktivismus diese wieder simulieren läßt, was man mit dem Computer ja auch machen kann. Er ist ja nicht auf die euklidischen Formen beschränkt, die das Universum der konstruktivistischen Kunst darstellen. Gibt es für Sie also eine ästhetische Grundstruktur, gewissermaßen eine Genkonfiguration, auf die alles zurückgeführt und aus der alles wieder synthetisiert werden kann, was auch hieße, daß etwa die informelle oder auch die realistische Kunst nicht das Gegenteil, sondern ein Teil der elementaren konstruktivistischen Ästhetik wäre ? Zum Thema: Peter Piller
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