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thema: Konstruktivisten |
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Berlin, 27.06.2007 von Georg Wenzel |
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Hier würde ich die Analogie zwischen den Rechtfertigungsstrategien der Konstruktivisten und den Strukturen auf einem Chip noch etwas weiterspinnen. Auch die Konstruktivisten hatten im Gegenspiel zu den damaligen Kunstströmungen und letztlich dem Jugendstil die Idee, die künstlerische Aussage auf ganz wenige Grundformen, verbunden mit ganz wenigen Farbeffekten, zu reduzieren. Ich zitiere in diesem Zusammenhang gerne Richard Paul Lohse, der einmal sagte, daß aus seinen Farbkompositionen eigentlich strukture] le Logik spricht. Ein Chip ist eine Zusammenballung von vielen Booleschen Verknüpfungen, so daß sich umgekehrt sagen ließe, hier werde strukturelle Logik in Farbkompositionen umgesetzt. Vielleicht waren die Konstruktivisten ihrer Zeit voraus. Die Reduktion von höchster Komplexität auf wenige und sehr einfache Grundmuster ist heute in vielen Bereichen von Wissenschaft, Technik und täglichem Leben angezeigt. Ich schulde Ihnen aber noch eine Antwort auf den Aufstand der Kunst gegen das klassisch Schöne. Sie ist für mich, der ich nicht Künstler bin, natürlich schwer. Kunst, gleich welcher Stilrichtung, wird immer dann Bestand haben, wenn sie nicht trivial ist. Der Gegensatz zu "trivial" ist für den Mathematiker aber "kompliziert" oder "komplex", womit wir dann wieder beim Thema sind: Reduktion bzw. Offenlegung von Komplexität auf einfache und daher vielleicht ästhetische Grundmuster. Das gilt im Grunde für jede Stilrichtung. Das ist ein gewagter und daher vielleicht nicht widerspruchsfreier Erklärungsversuch.
Zum Thema: Rem Koolhaas und Didier Vermeiren
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Berlin, 28.06.2007 von Bernhard Freihaus |
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Wenn nun die komplexe Struktur eines Chip maschinell und mathematisch hergestellt werden kann, sind dann nicht trotzdem die konstruktivistische Ästhetik und Kunst eigentlich überholt? Ist Ihre Ausstellung nicht indirekt der Beleg dafür, daß die konstruktivistische Kunst mit ihrem Anspruch eine Kunstform der Vergangenheit geworden ist, weil sie heute durch -nennen wir es einmal - Computerkunst, auch wenn sie keinen Kunstanspruch erhebt, viel besser, exakter und komplexer ausgeführt werden kann? Zum Thema: Rufino Tamayo
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Berlin, 29.06.2007 |
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Sie hat dann nur noch die Bedeutung eines Vorläufers.
Nun versuchen Sie es andersherum. Sie fordern mich wieder zu einer Antwort heraus, die nicht mehr ganz in mein Metier fällt. Für mich hat die konstruktivistische Kunst immer noch eine Aussage. Ich habe mich oft gefragt, ob ich es leid werden könnte, jeden Tag einen Albers, der nur aus farblich abgestuften drei, vier oder fünf Quadraten besteht, anzusehen. Ich habe nun einen Albers seit 20 Jahren an der Wand hängen und bin seiner nicht überdrüssig geworden. Das mag vielleicht etwas mit der einfachen Seele eines Mathematikers zu tun haben. Diese sehr reduzierten und elementaren, dadurch aber auch nicht verfälschbaren Aussagen der Konstruktivisten sprechen mich noch immer besonders an. Wenn Sie beispielsweise ein sehr komplexes Kunstwerk vor sich haben. Aber einen Albers kann man nicht karikieren oder persiflieren, weil er so elementar ist. Man kann nichts wegnehmen ...
Zum Thema: Gert Verhoeven sowie der Künstler: Oliver Payne
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Berlin, 29.06.2007 von Manfred Bach |
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Aber dasselbe Phänomen gibt es doch auch in der konstruktivistischen Kunst, wenn sie auf die Gestaltung von Gebrauchsgegenständen oder Bauwerken angewendet wird. |
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Berlin, 29.06.2007 von Silvia Schmitt |
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Man kann so ein Bild aber doch auch unendlich variieren, vielleicht auch solche Muster mit dem Computer erzeugen. |
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"Konstruktivisten" |
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Aktueller Kunst und Kultur-Event, Text Portrait von Ralph Ueltzhoeffer mehr im
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