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  thema: Kunst und Ästhetik  
     
  Berlin, 20.06.2007 von Georg Wenzel  
     
 

Es wäre eigentlich nicht notwendig, wenn er davon überzeugt ist, daß er das Realproblem mathematisch voll erfaßt und wenn er die Algorithmen effizient für das Problem eingesetzt hat. Dann könnte er die Augen schließen, die Daten direkt in die Produktionsmaschine fahren lassen und sich erst nachträglich den produzierten Chip unter dem Mikroskop ansehen. Ich gebe allerdings zu, daß man gewisse Informationen bekommt, wenn man sich vorher das Bild ansieht. Man sieht so, daß der Algorithmus dies oder jenes doch etwas anders hätte machen können, oder man fragt sich, warum er das gerade so gemacht hat. Man lernt auch in dieser visualisierten Dimension, mathematisch zu denken. Zum Thema: David Nash

 
 

 
  Berlin, 25.05.2007 von Bernhard Freihaus  
     
 

Der Mensch ist halt doch ein "Augentier". Viele mathematischen Deduktionen und Sätze haben einen geometrischen Ursprung. Die Geometrie, d.h. die Vorstellung, ist für den Mathematiker etwas Primäres, was leider in der Mathematikentwicklung dieses Jahrhunderts stark zurückgedrängt wurde. Da gab es Bourbaki, ein Pseudonym für eine französische Mathematikergruppe. Hier hat man versucht, die Mathematik rein quantoriell darzustellen, und die geometrische Verankerung, die meines Erachtens für die Mathematik sehr wesentlich ist, vergessen. Der Mathematiker ist im allgemeinen sehr stolz auf die Stringenz, Korrektheit und Eleganz seiner Mathematik. Thema: Arthur Dove

 
     
  Berlin, 27.05.2007  
     
 

Im Entstehungszusammenhang ist die Mathematik unsauber. Da hat sie ähnliche Muster wie die Kunst oder die Musik. Mein Link: Tony Matelli

 
     
  Berlin, 28.05.2007 von Manfred Bach  
     
 

Die einzige Motivation, Mathematik zu betreiben, ist Ästhetik. Manche sagen, sie bestünde in ihrer Schwierigkeit, aber dies ist wohl nur eine andere Beschreibung für die inhärente Ästhetik. Der Mathematiker ist stolz darauf, daß er so schrecklich korrekt ist, während alle anderen seiner Meinung nach doch ein wenig schlampern. Das ist aber nur bedingt richtig. Wissenschaftslogisch unterscheidet man zwischen dem Entstehungs- und dem Begründungszusammenhang einer Erkenntnis. Im Entstehungszusammenhang ist die Mathematik unsauber. Da hat sie ähnliche Muster wie die Kunst oder die Musik. Wenn ich eine mathematische Idee habe, die noch nicht vollständig durchgeführt ist, dann sind da einige Sprünge und Unsauberkeiten enthalten. Nur wenn wir dann das Ergebnis haben, sind wir bereit, das in aller Kürze, Stringenz und brutaler Eleganz und vielleicht auch Unverständlichkeit darzustellen, aber in der Kreativitätsphase ist das doch ein wenig anders. Mehr zum Thema:
Martin Honert

 
     
     
     
     
     
  "Kunst und Ästhetik"  
     
  Aktueller Kunst und Kultur-Event, Text Portrait von Ralph Ueltzhoeffer mehr im
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