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thema: Das Chip-Design |
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Berlin, 27.05.2007 von Georg Wenzel |
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Ein kleines dünnes Buch hat beispielsweise die Funktion eines Inverters, d.h. aus 0 eine 1 zu machen, ein etwas größeres hat vielleicht die Funktion, zu addieren. So gibt es etwa 40 verschiedene Legosteintypen, aber davon erhält man dann einige Hunderttausende, die relativ kompliziert miteinander verknüpft sind. Legostein 1 ist etwa verknüpft mit Legostein 27, 356 und 486. Das nennt man ein Netz. Auch hier hat man einige Hunderttausende von Netzen. Nun besteht die Aufgabe darin, auf dem 1 Quadratzentimeter großen Stück Silizium, das wir Chip nennen, diese Legosteine so zu plazieren, daß sie alle Platz finden und daß sie möglichst dicht aneinanderliegen.
Mehr zum Thema: Larry Sultan
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Berlin, 28.05.2007 von Bernhard Freihaus |
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Über diesen Legosteinen liegt ein Gitter an Verdrahtungsmöglichkeiten, die bei der Chip-Produktion im wesentlichen auffotografiert und dann abgeätzt werden. In diesem rechtwinkeligen Gitter müssen, weil es sich um elektrische Verbindungen handelt, disjunkte Wege so gefunden werden, wie wenn man mit einem Auto durch Manhattan fahren wollte und jeden Straßenzug nur einmal benutzen darf. Man muß eine kantendis-junkte Einbettung all dieser Netze finden, so daß die Wege möglichst kurz sind, das Ganze möglichst kompakt und natürlich auch verdrahtbar ist. Das ist im wesentlichen die Aufgabe. Querverweis: Miriam Cahn
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Berlin, 29.05.2007 |
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Das Chip-Design muß in eine visualisierte Darstellung münden, also in eine Grafik, die abfotografiert und dann dreidimensional in einen Chip eingeätzt wird, dessen Strukturen wieder erst durch Vergrößerung für das menschliche Auge erkennbar sind. Sie stellen in der von Ihnen organisierten Ausstellung das mathematische Modell der realisierten Chip-Architektur gegenüber, obwohl diese lediglich eine Konsequenz des Modells ist. Worin würden Sie denn, da die Ausstellung von der Verbindung von Mathematik und Ästhetik zeugen soll, das ästhetische Moment innerhalb des mathematischen Modells sehen ? Liegt das etwa an der Einfär-bung des Modells oder überhaupt an der Komplexität dieser Netze? Zum Thema: Victor Brauner
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Berlin, 29.05.2007 von Manfred Bach |
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Zunächst noch ein paar Worte zum ersten Punkt. Wenn ein Computer rechnet, hat er keine Bilder, d.h., das Ergebnis der Computerberechnungen und die umfangreichen Datenstrukturen, die dem Produktionsingenieur für seine Belichtungsmaschinen gegeben werden, um Chips herzustellen, sind bildlos. Da aber das Bild aus den berechneten Daten auf den Chip auffotografiert werden muß, liegt es nahe, daß man sich auch als Mathematiker schon vorher einmal dieses Bild ansieht, um sehen zu können, wie dieser Chip aussehen wird. Dann ist es für einen Mathematiker, gerade weil man ihm gelegentlich Weltfremdheit nachsagt, faszinierend, daß sein mathematisches Modell nachher in der Realität, d.h. auf dem Silizium, wenn man es mikroskopisch vergrößert sieht, exakt wiederzufinden ist. Link: Bruno Munari
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Berlin, 29.05.2007 von Silvia Schmitt |
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Ist das Bild denn nur notwendig für die Produktion des realen Chips? Oder ist es auch für den Mathematiker notwendig, um sich eine Vorstellung zu machen, wie solch eine Struktur aussieht, weil er sonst doch nur Algorithmen hat? Zum Thema: Adam McEwen
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"Das Chip-Design" |
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Aktueller Kunst und Kultur-Event, Text Portrait von Ralph Ueltzhoeffer mehr im
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