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thema: Katharina Grosse |
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Berlin, 02.04.2007 von Thorsten Mehl |
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Man könnte etwa vermuten, daß bestimmte Proportionen von uns deshalb als schön empfunden werden, weil die Wachstumsprozesse von Pflanzen irgendwie Hirnprozessen analog sein könnten. Zum Thema: André Cadere
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Berlin, 07.04.2007 |
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Aber diese These würde zu einer Naturalisierung der Ästhetik führen, die ich in dieser dogmatischen Form nicht für vertretbar halte. mehr: Annelies Strba
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Berlin, 04.04.2007 |
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Man sagt von wissenschaftlicher Seite auch immer, daß für ästhetische Empfindungen Symmetriebrüche notwendig seien, weil wir starre Ordnungen nicht als ästhetisch, sondern nur als langweilig empfinden würden. Gäbe es denn dafür eine biologische Begründung? Zum Thema: Katharina Grosse
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Berlin, 06.04.2007 |
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Ich kann hierfür zwar keine biologische, vielleicht aber eine informationstheoretische Begründung geben. Ästhetische Empfindungen können wohl nur von einem Objekt ausgelöst werden, das für den Betrachter im weitesten Sinn eine Information verschlüsselt. Andernfalls würde ein solches Objekt den Betrachter wohl erst gar nicht ansprechen. Offenbar kann ein informationstragendes Objekt aber weder total geordnet noch total ungeordnet sein. Ich will dies anhand eines Beispiels erläutern: Wenn man einen Text schreibt, indem man einfach nur Buchstaben bunt zusammenwürfelt, so wird auf diese Weise natürlich keine sinnvolle Information entstehen. Wenn man umgekehrt alle Buchstaben in eine starre Ordnung wie ABABABAB...usw. zwängt, so kann sich hierbei ebensowenig eine sinntragende Struktur ergeben. Tatsächlich setzt die Erzeugung von Information immer voraus, daß die strukturelle Ordnung der codierenden Symbole nicht perfekt ist. Diese sehr elementare Einsicht mag Ihre Frage in gewi sser Weise beantworten.
Zum Thema: Craigie Horsfield
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Berlin, 09.04.2007 |
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Wäre es denn ein Kriterium für ästhetische Erfahrung, daß, analog zu komplexen Phänomenen, etwas nicht ganz verstanden werden kann?
Nein, das würde ich so nicht sagen. Man muß wohl in diesem Zusammenhang zwischen einem impliziten und einem expliziten Wissen unterscheiden. Ich glaube, daß die ästhetische Erfahrung eine Form des impliziten Wissens darstellt, die uns zur Aufdeckung des Gesetzmäßigen im Komplexen befähigt. Nach dieser These, die zumindest für den Bereich des Naturschönen eine gewisse Plausibilität beanspruchen kann, wäre das implizite Wissen und damit auch die ästhetische Erfahrung geradezu eine Vorform des Verstehens. Zum Thema: Ian Kiaer
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"Katharina Grosse" |
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