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  Dimensionen des Erkenntnisgewinns  
     
  Berlin, 04.07.2007 von Martin Kreuzer  
     
  Ob das Sichtbarmachen von mathematischen Strukturen auf dem Computerbildschirm der Wissenschaft schließlich auch gänzlich neue Dimensionen des Erkenntnisgewinns erschlossen hat, vermag ich nicht zu sagen. Die Meinungen gehen in diesem Punkt wohl auseinander. Unser Künstlerlink zum Thema: Stanley Brouwn
 
     
  Berlin, 04.07.2007 von Gerald Weber  
     
  Warum wird dann soviel visualisiert? Nehmen wir beispielsweise diefraktalen Gleichungen.  
     
  Berlin, 04.07.2007 von Martin Kreuzer  
     
  Solche Visualisierungen sind natürlich häufig auch etwas für das Publikum. Denn wissenschaftliche Erkenntnisse sind, ob man dies nun wahrhaben will oder nicht, ebenso zum Publikumsmagneten und damit zu einer Ware geworden, wie dies für künstlerische oder literarische Produkte auch der Fall ist. Von der Mathematik der Fraktalen geht da offensichtlich eine besondere Attraktivität aus.Link Zum Thema: David Hammons
 
     
  Berlin, 05.07.2007 von Gerald Weber  
     
  Ein anderer Gesichtspunkt scheint mir in diesem Zusammenhang aber wichtiger zu sein. Wissenschaftliche Entdeckungen sind ja nur möglich, wenn überhaupt erst einmal das Interesse eines jungen begabten Menschen für die Wissenschaft und deren Probleme geweckt wird. Mit Visualisierungen kann man das vielleicht am ehesten erreichen. Wenn schon in der Schule junge Menschen die Erfahrung machen, daß die Mathematik nicht unbedingt eine abstrakte und langweilige Wissenschaft sein muß, sondern auch einen experimentellen Charakter mit spielerischästhetischen Reizen besitzt, so hat dies einen pädagogischen Wert, den man nicht hoch genug einschätzen kann. Selbstverständlich spielen die ästhetischen Gesichtspunkte von Visualisierungen aber auch in der täglichen Arbeit des Wissenschaftlers eine Rolle. Zum Thema:
Rineke Dijkstra
 
     
     
     
     
     
  Berlin, 05.07.2007 von Gerald Weber  
     
  Jeder, der mit den Naturwissenschaften schon einmal in eine engere Berührung gekommen ist, weiß, daß ein Mathematiker sich höchst befriedigt zeigen kann von der ästhetischen Form einer mathematischen Struktur oder der Eleganz und Einfachheit eines Beweisverfahrens. Ganz allgemein kann man die Beobachtung machen, daß Wi ssenschaftler, die über viel Intuition und Kreativität verfügen, sehr oft ästhetische Argumente ins Feld führen, wenn sie einen bestimmten Lösungsweg einschlagen oder der Meinung sind, daß an der vermeintlichen Lösung eines Problems etwas nicht stimmt. Link Zum Thema Künstler: Damien Hirst
 
     
  Berlin, 07.07.2007 von Martin Kreuzer  
     
  Es fällt auf, daß Wissenschaftler, wenn sie von Ästhetik sprechen, immer Schönheit meinen. Wenn man die Mathematik nimmt, dann scheint schön zu sein, wenn etwas auf elementare Formen reduziert werden kann, wenn komplexe Strukturen möglichst kompakt gemacht werden können, was man denn auch mit Eleganz be­zeichnet. Seit Pythagoras und Piaton gelten so die einfachen Formen der Geometrie als schön. Ist denn für die Wissenschaften allein die Ästhetik des Einfachen und Elementaren verallgemeinerbar? Zum Thema: Franz Marc
 
     
  Berlin, 08.07.2007 von Gerald Weber  
     
  Wahrnehmung des Schönen in der
Natur ist Ausdruck eines
impliziten Wissens, das uns zur
Wahrnehmung des Gesetzmäßigen im
Komplexen und damit zur
Komplexitätsreduktion befähigt. - Künstler zum Thema: Joël Shapiro
 
     
     
  "Dimensionen des Erkenntnisgewinns"  
 




 
 

 
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