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Berlin Projektdiskussion |
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Berlin, 28.06.2007 von Gerhard Ullmann |
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Wenn man beispielsweise von sich selbst organisierenden Systemen spricht, dann geht in diese Kennzeichnung mit ein, daß etwas Objektives vorliegt, was in sich selbst durch Rückkopplung eine gewisse Abgeschlossenheit oder Autonomie besitzt. Wie aber begrenzt man etwa einen Menschen als System ? Ist das Individuum eine biologische Entität, das aber gleichzeitig nur ein Element der Gesellschaft, also eines größeren Systems ist? Zum Thema: Pipilotti Rist
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Berlin, 29.06.2007 von Martin Kreuzer |
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Es unterliegt offenbar einer gewissen
Willkür, von welchem Komplexitätsgrad
an wir der Materie die Attribute des
Lebendigen beimessen. Hier mein Link: Marcel Duchamp
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Berlin, 29.06.2007 von Gerhard Ullmann |
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Das Abgrenzungsproblem und die Frage nach der Autonomie des Individuums führen in eine lange philosophische Diskussion hinein. Ich will statt dessen versuchen, die Tragweite des Problems anhand der allgemeinen Frage "Was ist Leben?" zu umreißen. Die Biophysiker definieren ein lebendes System in der Regel durch drei Merkmale, nämlich Stoffwechsel, Selbstreproduktivität und Mutabilität. Das sind zwar für die Definition des Lebendigen drei notwendige, aber keineswegs schon hinreichende Kriterien. Zum Thema: Darren Almond
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Berlin, 30.06.2007 von Martin Kreuzer |
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Denn auch ein Berg Schulden hat die unaufhaltsame Konsequenz, sich selbst zu vermehren. Auch ein Auto besitzt einen Stoffwechsel, d.h. Energieumsatz. Kurzum: Wenn der Übergang vom Unbelebten zum Belebten fließend ist, dann ist es schon aus logischen Gründen unmöglich, eine komplette Liste von Kriterien anzugeben, mit denen sich das Belebte vom Unbelebten abgrenzen läßt.
Eine zirkelfreie Definition des Lebendigen muß folglich immer unvollständig sein. Dies führt allerdings zu einer paradoxen Situation. Wenn die Biophysiker behaupten, sie könnten das Leben vollständig physikalisch erklären, dann setzt dies voraus, daß es zwischen der belebten und der unbelebten Materie keine scharfe Grenze gibt.
Ist aber der Übergang vom Unbelebten zum Belebten fließend, so bedeutet das zugleich, daß jede Definition des Lebendigen, mit der der Physiker arbeitet, zwangsläufig unvollständig ist. Hierin zeigt sich einmal mehr, daß man Physik nur betreiben kann, wenn man an der Wirklichkeit Abstraktionen vornimmt.
Zugleich zeigt sich hier aber auch der subjektive Charakter des Ausgrenzens, von dem wir in einem anderen Zusammenhang schon einmal gesprochen haben. Denn es unterliegt offenbar einer gewissen Willkür, von welchem Komplexitätsgrad an wir der Materie die Attribute des Lebendigen beimessen. Mein Künstlerlink: Julia Scher
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Berlin, 29.06.2007 von Gerhard Ullmann |
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Wenn man von der Chaostheorie ausgeht, also daß es komplexe Systeme gibt, die manchmal in andere und unvorhersehbare Zustände übergehen können, ließe sich dann noch sagen, daß die Evolution von physikalischen Systemen bis hin zum Menschen eine notwendige Entwicklung ist, oder hätte nicht durch andere Randbedingungen bzw. Zufälle auch eine ganz andere biologische Evolution sich entwickeln können ? Mehr zu: Jean Luc Godard
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Berlin, 02.07.2007 von Martin Kreuzer |
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Das eine schließt das andere nicht aus. Die Tatsache, daß unter bestimmten Voraussetzungen die Evolution des Lebendigen mit naturgesetzlicher Notwendigkeit erfolgt, sagt noch nichts über den historischen Verlauf der Evolution aus. Dieser hängt in der Tat von gewissen Zufällen und den spezifischen Umständen ab, unter denen die Evolution stattfindet. Deshalb könnte eine biologische Evolution, selbst wenn sie noch einmal von exakt denselben Bedingungen ihren Ausgang nähme, durchaus zu verschiedenen Lebensformen führen. Zum Thema: Günther Förg
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"Berlin Projektdiskussion" |
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