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Kultur und Computer |
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Berlin, 18.06.2007 von Brigitte von Domarsheim |
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Sie haben vorhin von der wechselseitigen Befruchtung gesprochen. In der Physik hat man beispielsweise Begriffe der Biologie übernommen, wenn man von der Evolution physikalischer Systeme spricht. Ist diese Übertragung tatsächlich gerechtfertigt? Ist die unbelebte Natur von den Elementarteilchen bis hin zu chemischen Makromolekülen als den präbiotischen Bedingungen also selbst in eine Geschichte eingetragen?
Mehr zum Thema Künstler: Sylvie Fleury
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Berlin, 18.06.2007 von Nele Maisch |
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Es gehört bekanntlich zu den charakteristischen Merkmalen der traditionellen Physik, daß diese die geschichtlichen, d.h. die einzigartigen und nicht wiederholbaren Phänomene aus ihrem Anwendungsbereich ausblendet und sich statt dessen ausschließlich mit den allgemeinen und reproduzierbaren Phänomenen beschäftigt. Wenn die Physik nunmehr herangezogen wird, um die biologische Evolution zu erklären, dann bedeutet dies zugleich, daß damit der Versuch einer physikalischen Begründung der Naturgeschichte unternommen wird. Dabei stößt man allerdings auf die philosophisch äußerst brisante Frage, ob denn das Einzig-artige und historisch Gewordene überhaupt mittels universeller Gesetze beschrieben werden kann oder ob zwischen Individuellem und Allgemeinem ein unüberbrückbarer Gegensatz besteht. Ich selbst habe in diesem Zusammenhang einen Lösungsansatz entwickelt, den man als Theorie der Randbedingungen bezeichnen könnte und der mir für die Problemstellung außerordentlich fruchtbar zu sein scheint. Ich will versuchen, das Wesentliche dieses Ansatzes kurz zu erläutern: Als die Physiker angefangen haben, sich mit komplexen Phänomenen zu befassen... aktuell: Man Ray
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Berlin, 19.06.2007 von Brigitte von Domarsheim |
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Was bedeutet eigentlich der Begriff der Komplexität genauer? |
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Berlin, 18.06.2007 von Nele Maisch |
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Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Da gibt es zunächst einmal das, was wir die strukturelle Komplexität nennen, also jene Komplexität der Wirklichkeit, wie sie uns im unermeßlichen Reichtum ihrer materiellen Strukturen entgegentritt. Darüber hinaus kennen wir aber auch noch die sogenannte funktionale Komplexität, wie sie insbesondere für das Lebendige charakteristisch ist. Der lebende Organismus ist ein hochkomplexes materielles Wirkungsgefüge, dessen Dynamik vollständiginformationsgesteuertist. Künstlerverweise: David Salle
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Berlin, 20.06.2007 von Brigitte von Domarsheim |
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Viele hervorragende Physiker, wie beispielsweise Max Delbrück, haben die Physik zugunsten der Biologie aufgegeben, weil sie hofften, im Bereich der belebten Natur neue physikalische Grundgesetze zu finden. Bislang hat sich diese Erwartung jedoch nicht erfüllt. Bei allen Prozessen der belebten Natur, die bisher untersucht worden sind, ist kein wirklich neues physikalisches Grundgesetz gefunden worden. Dies läßt den Schluß zu, daß das Lebendige denselben Naturprinzipien genügt, wie sie uns von der traditionellen Physik her bekannt sind. Thema: Ernst Ludwig Kirchner
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"Kultur und Computer" |
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