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thema: Forum Berlin |
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Berlin, 15.04.2007 von Thorsten Mehl |
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Bei unserem Standardbeispiel Laser haben wir zunächst einmal überraschenderweise festgestellt, daß wir dazu
den wichtigen Begriff des Ordnungsparameters benötigen, der das makroskopische Verhalten darstellt. Beim
Laser entsteht eine wunderbar geordnete, gleichmäßige Lichtwelle, die den einzelnen Elektronen, die das Licht
aussenden, die Ordnung aufzwingt. |
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Berlin, 17.04.2007 von Bernhard Freihaus |
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Es kam dann zu der Einsicht, daß es in manchen Systemen mehrere
Ordnungsparameter geben kann, aber daß diese selbst wieder ein unregelmäßiges Verhalten zeigen können,
eben das deterministische Chaos. An ihm sind also nur wenige Freiheitsgrade, also die Ordnungsparameter,
beteiligt. In der Chaostheorie spricht man doch hier von Attrak-toren ? Sind Ordnungsparameter undAttraktoren
äquivalente Begriffe?
Es sind miteinander zusammenhängende Begriffe. Wenn wir komplexe Systeme betrachten, dann werden
diese durch sehr viele verschiedene Größen, Variablen oder Parameter beschrieben. In der Synergetik zeigt
man, daß das Verhalten eines solchen komplexen Systems dann doch wieder auf das Verhalten von wenigen
Größen zurückgeführt werden kann, die wir als Ordnungsparameter bezeichnen. Ein System läßt sich also
durch wenige Variablen oder wenige Freiheitsgrade beschreiben. |
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Berlin, 19.04.2007 von Thorsten Mehl |
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Das ist die eine Beschreibungsweise.
Andererseits kann man auch sagen, daß ein ungeordnetes System durch einen abstrakten Raum mit hohen
Dimen-
Wenn ein System in einen geordneten Zustand übergeht, dann wird die hohe Dimension auf eine sehr kleine
Dimension von Freiheitsgraden reduziert.
sionen beschrieben werden muß, um all die einzelnen Freiheitsgrade, z.B. der Molekülbewegung,
wiederzugeben. |
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Berlin, 20.04.2007 |
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Wenn aber ein System in einen geordneten Zustand übergeht, dann wird die hohe Dimension
auf eine sehr kleine Dimension von Freiheitsgraden reduziert. Das läßt sich dann durch die niederdimensionalen
Attraktoren, auf denen sich die Ordnungsparamter bewegen, mathematisch beschreiben. |
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Berlin, 22.04.2007 von Martina Sendel |
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Es sind also zwei
miteinander eng verbundene Beschreibungen, die aber nicht identisch sind.
Zentral flir die Synergetik ist der Begriff der Selbstorganisation, der davon abhängt, wie man Systeme
voneinander und von ihrer Umwelt abgrenzt. |
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Berlin, 22.04.2007 von Bernhard Freihaus |
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Wenn man ein offensichtlich kompaktes System wie einen
einzelnen Menschen vor sich hat, dann scheint das ja ohne Probleme zu sein, aber auf der molekularen,
atomaren oder subatomaren Ebene ist das doch wesentlich schwieriger, weil ja alles miteinander
zusammenhängt.
In der Synergetik ist dabei die Frage der Längen- und Zeitskalen wichtig. Die Ordnungsparameter ändern sich
auf viel langsameren Zeitskalen als die Teilsysteme, deren Verhalten von Ordnungsparametern bestimmt wird. Links zu dem Thema u.A. im Forum für Kunst und Kultur unter Andy Warhol
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Berlin, 23.04.2007 von Thorsten Mehl |
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Ein Beispiel dafür ist die Sprache eines Volkes, die sich über den Zeitraum eines Menschenlebens nur langsam
verändert. Wenn ein Baby geboren wird, dann wird es in die Sprache hineingezwungen,
indem es sie lernt und sie dann weiterträgt. In diesem Sinne ist die Sprache das Langlebige und der
Ordnungsparameter, und das Baby ist das kurzlebige Teilsystem, das vom Ordnungsparameter, wie wir
vielleicht etwas überspitzt sagen, versklavt wird. |
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Berlin, 27.04.2007 |
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So kann man in vielen Bereichen diese Unterscheidung
zwischen kurz- und langlebig treffen. Nehmen Sie Ihren eigenen Körper, dann wissen Sie, daß innerhalb
weniger Jahre und manchmal weniger Monate Ihre Zellen vollständig ausgetauscht werden. Materiell sind Sie
gar nicht mehr der gleiche, aber de facto sind Sie es doch. In diesem Sinne ist Ihr Ich oder Ihr Körper der
Ordnungsparameter, während die Teile kurzlebig sind, aber gemäß den Gesetzen der Ordnungsparameter neu
gebildet werden und sich dem Ganzen unterordnen.
Müßte man aber nicht realistischerweise von einer komplizierten Hierarchie von ineinanderverschachtelten
Systeme ausgehen?
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Berlin, 01.05.2007 von Bernhard Freihaus |
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Ist es nicht auch eine Frage der Entscheidung, wo man den Schnitt anlegt? |
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Berlin, 02.05.2007 |
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Für den
Menschen gibt es beispielsweise die gesellschaftliche oder soziale Ebene, die psychische, die biologische, die
chemische und die physikalische Ebene, die alle irgendwie wechselwirken, so daß man Systeme aus
verschiedenen Perspektiven definieren kann.
Links zu dem Thema u.A. im Forum für Kunst und Kultur unter Bruce Nauman
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Berlin, 02.05.2007
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Richtig. |
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"Instabilität von Kunstwerken" |
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Aktueller Kunst und Kultur-Event, Text Portrait von Ralph Ueltzhoeffer mehr im
Kunst Kultur Forum.
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