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thema: Instabilität von Kunstwerken |
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Berlin, 02.04.2007 von Thorsten Mehl |
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Im Augenblick wird in den Wissenschaften eine ganze Reihe von Begriffen diskutiert, die einen Paradigmenwechsel suggerieren, aber doch anscheinend recht ähnliche Phänomene zu beschreiben suchen. Man spricht von der Theorie dissipativer Strukturen, von der Chaostheorie, von der Theorie nicht-linearer dynamischer Systeme, von der Autopoiese oder von der Katastrophentheorie. |
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Berlin, 04.04.2007 von Bernhard Freihaus |
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Sie haben den Begriff der Synergetik geprägt. Beschreibt die Synergetik eigentlich die gleichen Phänomene mit ähnlichen Mitteln wie die anderen Theorien, und würden Sie sie als einen übergeordneten Ansatz verstehen, der die anderen Theorien
einbegreifen könnte ? |
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Berlin, 04.04.2007 von Thorsten Mehl |
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Zwischen den von Ihnen genannten Ansätzen besteht eine enge Beziehung. Ich hatte die Synergetik gegenEnde der sechziger Jahre als eine neue Disziplin eingeführt, die sich mit der Selbstorganisation befaßt, also mit der Frage, wie Strukturen spontan entstehen können. Zum Verständnis der Selbstorganisation gibt es verschiedene Ansätze, die aus verschiedenen Richtungen stammen. |
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Berlin, 06.04.2007 von Bernhard Freihaus |
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Sie haben den Begriff der dissipativen Strukturen erwähnt, der von Prigogine eingeführt wurde. Er sah eine Erklärungsmöglichkeit in der Thermodynamik, die er entsprechend verallgemeinern wollte. Dieser Ansatz aber hat, das ist meine offene Meinung, nicht zum Erfolg geführt, weil die Thermodynamik an sehr strenge
Vorbedingungen geknüpft ist. Das thermische Gleichgewicht ist gerade in den sich selbst organisierenden Systemen nicht gegeben. |
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Berlin, 09.04.2007 von Martina Sendel |
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Wir hatten hier insofern mehr Glück, weil wir von der Lasertheorie herkamen und ein ganz konkretes Modell besaßen, das einfach genug war, um es in allen Details behandeln zu können. |
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Berlin, 06.04.2007 von Bernhard Freihaus |
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Deshalb konnten wir an diesem Testfall alle Konzepte und mathematischen Methoden entwickeln und überprüfen.
Es gibt noch andere Ansätze zur Selbstorganisation, wie beispielsweise den von Heinz von Foerster, der von der Kybernetik herkam, aber dann mehr auf die Erklärung von Verhaltensmustern, also mehr auf die Ebene der Psychologie, abzielte. Zum Kreis um Heinz von Foerster gehört auch Maturana, der das Konzept der Auto-poiese schuf.
Hier geht es vornehmlich darum, wie sich biologische Systeme, z.B. eine Zelle, erhalten. |
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Berlin, 12.04.2007 von Thorsten Mehl |
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Im Gegensatz hierzu untersucht die Synergetik vorwiegend die Änderungen von Systemen, d.h. das Aufleben neuer Strukturen durch Selbstorganisation. Auch bei der Katastrophentheorie stehen Systemänderungen im Vordergrund. |
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Berlin, 13.04.2007 von Thorsten Mehl |
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Allerdings sind die Voraussetzungen dieser Theorie sehr eng, und sie läßt die wichtige Rolle der Schwankungen außer acht, so daß sie nur in wenigen Fällen angewendet werden konnte. Ein wichtiges Konzept ist weiterhin das der Chaostheorie. Hierbei muß man aber zwischen mikroskopischem und makroskopischem (oder deterministischem) Chaos unterscheiden.
Links zu dem Thema u.A. im Forum für Kunst und Kultur unter Pablo Picasso |
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Berlin, 14.04.2007 von Bernhard Freihaus |
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Zunächst sind viele Systeme normalerweise in einem ungeordneten Zustand. Beispielsweise fliegen in Gasen die vielen Moleküle wild durcheinander und
befinden sich so in einem mikroskopisch chaotischen Zustand. Auch das Licht einer gewöhnlichen Lampe besteht aus mikroskopisch chaotischen Wellen. |
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"Instabilität von Kunstwerken" |
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Aktueller Kunst und Kultur-Event, Text Portrait von Ralph Ueltzhoeffer mehr im
Kunst Kultur Forum.
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